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 Kesselhaus Museum Herzberge

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Lange Nacht der Bilder Lichtenberg – Culterim Studios

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Inside of the Sheep (2024)

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Im Zuge zweier Kunst-Residenzen und anschließenden Ausstellungen des Onsite Sidespecific Artfestivals im Kesselhaus Museum Herzberge, habe ich mehrere Projekte über die Rauhwolligen Pommerschen Landschafe aus dem Landschaftspark Herzberg, die auf dem gleichen Gelände leben.  

Dafür erlaubte mir der Schäfer, mich mitten unter die Schafe zu mischen und dabei glitchige 3D-Scans aus dem Inneren der Herde anzufertigen. Diese 3D Scans dienten mir als Vorlage.                                                                                                                                 

Die durch eine Maschine erzeugten Glitches, geben die ersten künstlerischen Impulse vor. Indem ich mich an den glitchigen 3D Scans  orientiere und nicht an den Schafen direkt, versuche ich meine anthropozentrische Perspektive zu umgehen. 

Für eine Ausstellung im Kesselhaus Museum Herzberge kreierte ich eine  kinetische Skulptur aus Schurwolle der Schafherde. Das Museum und die Herde befinden sich auf dem gleichen Gelände.  Die Schafe werden einmal im Jahr in einem öffentlichen Event geschoren. Im Gegensatz zur Wollindustrie ist der Prozess bei dieser Herde kaum mit Tierleid verbunden. Ihre Wolle ist ein Restmaterial.

Beim Arbeiten mit der unbehandelten Schurwolle bin ich süchtig geworden nach dem Geruch.                                    Die Schafe aus dem Landschaftspark Herzberge führen ein fast glückliches Leben und man riecht das in Form von Pheromonen.                        

Trotzdem werden “die glücklichen Herzberg Schafe” werden einmal im Jahr von einem Bock gedeckt und bekommen nur zur Unterhaltung der Besucher:innen des Parks Lämmer. Da nur 50 Schafe Platz haben auf dem Gelände, werden die Lämmer nach dem Sommer geschlachtet. Trotz der fast paradiesischen Bedingungen, unter denen die Schafe dort leben, ist ihre Haltung somit auch nicht frei von Ausbeutung, Gewalt und Tod.

Die “Inside of the Sheep” - Plastik bewegt sich bzw bounct, und zwar mit Hilfe einer elektrischen Babywiege. Die Bewegung hilft dabei, den Duft im Raum zu verteilen und den Lämmchen (schwarze Schurwolle) wird indirekt Zärtlichkeit entgegengebracht. Gleichzeitig zeigt das Mechanische des Wiegens die Distanz, die Menschen zu sogenannten “Nutztieren” kreieren und thematisiert Geburt und Tod.

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Je nach Motor, bewegen sich die Skulpturen langsam oder schnell und haben einen anderen Charakter.

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